Gesamtnachrichten

Was ein Schuß so alles auslöst

Mit einer Million Euro wird Asseln schön gemacht fürs Kreisschützenfest

Asseln (hg)23072007 „Der Initialzünder für die wichtigen Infrastrukturmaßnahmen in Asseln war ein Schuss!“ So brachte Bürgermeister Karl-Heinz Wange es auf den Punkt, als er zusammen mit Bauamtsleiter Friedhelm Humberg und Sachbearbeiter Hubert Diermann, über den Stand der Baumaßnahmen in Asseln informierte. Er sei mit seiner Königin Anke Striewe nur der Auslöser gewesen, meinte Kreiskönig Bernhard Rüsing bescheiden. Glücklich sei er aber, dass alle Vorhaben, die jetzt in höchster Bauphase stehen, bis zum ersten Septemberwochenende wohl abgeschlossen sein würden. Der Bauunternehmer (Hermann Wieners, von Wieners und Schmidt) habe genickt, stellte Bürgermeister Wange dazu befriedigt fest, ein untrügliches Zeichen für feste Terminabsprachen. Insgesamt, so Wange, werde hier in Asseln mit den öffentlichen und mit den privaten Gestaltungsvorhaben, ein Investitionsvolumen von rd. einer Million angestoßen.

 

Mit Unterstützung des Kreises Paderborn, der Bezirksregierung in Detmold, und vor allem mit den Eigenleistungen des Heimatschutzvereins und der Bürgerinnen und Bürger, habe sich mit dem Königsschuss ein Maßnahmenbündel, mit den wesentlichen Aspekten verbesserter Verkehrssicherheit und eines angemessenen dörflichen Wohnumfeldes entwickelt. So habe es bereits seit Jahren auf der Agenda des Dorfes gestanden. Nun werde es unter dem Druck des Großereignissen Kreisschützenfest möglich, diese Planungen in kürzester Zeit zu verwirklichen. Die Dorfgemeinschaft stehe geschlossen und ohne Ausnahme zu ihrem Kreiskönig, bemerkte Ortsvorsteher Jörg Waltemate stolz. Die vielen privaten Anstrengungen seien dafür der Beweis.

 

Allein die Dorferneuerungsmaßnahme im Öffentlichen Bereich ist mit der Gesamtsumme von 160.000 € veranschlagt, wovon 40 % aus EU- und Landesmitteln stammen. Einer untypischen Verstädterung und unsinniger Flächenversiegelung soll damit entgegengewirkt werden. „Wir pflanzen hier etwa 70 Bäume neu, legen 400 Meter Hecken an“, trägt Sachbearbeiter Hubert Diermann vor. Er kommt damit der Meinung von Asselns Ortsvorsteher entgegen, der die Durchgrünung des Dorfes neu entstehen sieht. Die Anlage eines Radweges von Asseln nach Hakenberg durch den Kreis Paderborn (250.000 €) und die Anlage von Gehwegen in der Dorflage (280.000 €) rechnet Karl-Heinz Wange insbesondere der Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer zu, wofür er besonders dankbar sei. Die Eigenleistungen der Bürgerinnen und Bürger werden durch städtische Zuschüsse gefördert, die allerdings nur eine Anreizfinanzierung sein könne, so Wange. Derzeit seien Asselner Tag für Tag dabei, alles bis zum Kreisschützenfest fertig zu stellen. „Es entsteht so in seiner optischen Dimension ein neues Dorf“, so Wange und unterstreicht hier auch die Festigung der Dorfgemeinschaft im sozialen Netzwerk. Der relativ geringe städtische Zuschuss (25.000 €) löse hier eine Investition von gut 160.000 € aus.

Kreiskönig Bernhard Rüsing erwartet zum Kreisschützenfest (31.08.–03.09.2007) 6.000 Schützen und 30.000 Besucherinnen und Besucher. „Allen diesen willkommenen Gästen wollen wir uns in bestem Festtagskleid präsentieren“, so Rüsing. Festplatz und Antreteplatz seien zwischen Hakenberg und Asseln bestens hergerichtet. Er hoffe ganz fest auf gutes Wetter, im Falle eines Falles sei das Gelände aber weitgehend regenfest, und meint stolz: „Asseln ist gerüstet!“